Worte an meine Leser

Liebe Leser/innen,

Es ist immer wieder schoen, einige Worte von euch gemeilt zu bekommen. Manschmal kommen eure Mails genau dann, wenn man sie am meissten braucht. Danke!

Eine Leserin hat mir geschrieben, das auch ihre Schwester ein Kind verloren hat, eine andere hat mir Trost zugesprochen, obwohl ihr eigenes 3 jaehriges Kind vor kurzem gestorben ist. Wie muss ihr Trauer im Gegensatz zu meiner sein. Wie stark diese Frau ist !

Jetzt sind schon ueber 2 jahre vergangen seit meine Kati gestorben ist, und so traurig das klingt, ich denke nun nicht mehr taeglich an sie. Ein schlechtes Gewissen deswegen habe ichschon, aber muss ich mich zur Trauer zwingen? Nein !

Ich wuensche allen, denen das Gleiche ereilt ist viel Kraft, und bitte, lebt euer Leben normal weiter. Damit, das ihr Jahre trauert, holt ihr eure Kinder nicht zurueck. Lebt normal weiter, es gibt mehr Menschen auf dieser Erde, die euch dringender brauchen. Eurem Kind geht es gut, da wo es jetzt ist.

Einige Leser lesen nur die ersten Eintraege von mir und fragen, was eigentlich los ist und ob ich mein Kind verloren haette..... Bitte scrollt nach ganz unten, dort steht alles, sogar ein Bild von meiner kleinen Kati ist drin.

Ihr koennt direkt unter den Eintraegen bei 'Kommentare' reinschreiben, oder mir eure Mailadresse schicken, wenn ich euch antworten soll.

LG

A

1 Kommentar 2.6.10 12:31, kommentieren

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Ein Jahr und zwei Monate spaeter...

Endlich ist es soweit, die Zeit hat angefangen meine Wunde zu heilen.

Ich denke immer noch taeglich an meine kleine Kati, wie sie wohl aussaehe wuerde sie noch leben. Wenn ich Shoppen gehe, bleibe ich immer bei der Maedschenabteilung haengen und kleide sie im Geiste mit den schoensten Sachen ein.

Immer dieses Was waere wenn....

Im Maerz, genau ein Jahr nach ihrer Geburt habe ich alle meine Kraft zusammengenommen, um moeglichst wenig an sie zu denken. Dann bekamen wir im April Mehrtaegigen Besuch. Die Famile hat eine 4jaehrige, niedliche Tochter . Es war so schoen sich um sie zu kuemmern, sich mit ihr zu "unterhalten" und ihrer goldige Stimme zu lauschen. Als sie abreisten hinterliessen sie bei meinem Mann grosse Erleichterung und bei mir eine grosse Leere!!!

Dann ueberkam mich meine Trauer so heftig, wie es kurz nach der Geburt war.

Jetzt, fast einen Monat spaeter geht es mir gut. Auch wenn ich immer einen Kloss im Hals verspuere wenn ich an Mein baby denke.

Es ist gut so wie es ist !

1 Kommentar 27.4.09 19:48, kommentieren

Heute ist der 5.August 08.

Ich hatte gehofft, spaetestens in diesem Monat meine Trauer und meinen Schock ueber die OP ueberwunden zu haben. Leider ist dem nicht so.

Taeglich denke ich an meine kleine Katja. Wenn ich kleine Babys sehe, denke ich, das sie wenn sie noch leben wuerde villeicht genauso lachen wuerde.

In meinem Kleiderschrank ist noch eing anzer Koffer voller Babysachen, die ich fuer sie gekauft hatte. Ich kann mich einfach nicht ueberwinden sie weiter zu verschenken.

Ich unternehme sehr viel mit meinen Kindern gehe lange spazieren um nicht mehr an sie zu denken. Sobald ich allerdings die Augen schliesse, erscheint mir ihr suesses Gesichtschen .

Es hisst, das die Zeit alle Wunden heilt.

1 Kommentar 5.8.08 18:15, kommentieren

 In Erinnerung an meine Prinzessin

Mein Sternenkind* (Von Frau Weser)

Direktlink

2 Kommentare 15.4.08 14:02, kommentieren

Noch nie habe ich solche Trauer empfunden.

Sollte ich froh sein, mein kleines Baby nie lachen gehoert zu haben; froh darueber sein, sie nicht lebendig in den Arm genommen zu haben; sie nicht gekannt zu haben, so wenig Zeit mit ihr verbracht zu haben ?

Ich haette zu gerne mehr von ihr gehabt, etwas, woran ich festhalten kann, eine kleine Erinnerung....

Waere meine Trauer aber nicht tiefer, wenn ich das erlebt haette ? 

 

Es weht der Wind ein Blatt
vom Baum,
von vielen Blättern eines.
Das eine Blatt man merkt es kaum,
denn eines ist ja keines.
Doch dieses eine Blatt allein
war Teil von unserem Leben.
Drum wird dies eine Blatt allein
uns immer wieder fehlen.

 

Du gingst,
ohne dass ich mich verabschieden konnte,

hinterließt eine unendliche Leere,
die niemand füllen kann.

Ich stand an Deinem Grab,
doch ich konnte nicht glauben, dass Du darin liegst.

Ich ersticke an dem Schmerz, an den Tr/auml;nen.
Niemand, so scheint es, kann diesen Schmerz mildern,

denn niemand wird Dich je ersetzen.
Doch der Schmerz wird verblassen,

irgendwann,
denn ich werde begreifen,

dass Du für mich niemals sterben kannst,
weil Du in meinem Herz ewig lebst!

Fenja Richter

 

Du warst noch nicht geboren,
hast nie das Licht gesehn
und warst schon auserkoren
von dieser Welt zu gehn

Du durftest niemals lachen
und froh und lustig sein
und Kinderspäße machen,
im hellen Sonnenschein

Nie durft ich Trost dir spenden,
dich in die Arme schließen,
dich führen an den Händen
mit dir die Welt genießen 

Du durftest nie erfahren,
wie warm die Sonne scheint.
Ich werde dich bewahren,
hab sehr um dich geweint.

Trotzdem:
DU hast mich gelehrt
was Liebe ist und Wert.
Du kleiner Fratz,
weit und breit
bist du der größte Schatz,
für mich für alle Zeit.

Annegret Müller

7 Kommentare 12.3.08 15:13, kommentieren

Hallo meine lieben Kuschler,


heute ist der 3.3.08 .
 

Geraden sitze ich in meinem Bett im Krankenhaus. Mein Mann war so lieb und hat mir sein Laptop dagelassen.


Ich moechte euch erzaehlen, was in den letzten Tagen bei mir alles so passiert ist.
Alle die hier regelmaesssig lesen wissen, das ich drei gesunde Kinder habe. Das Dritte ist das Ergebnis der einjaehrigen Ueberredungskunst meines Mannes. Ein Viertes wollte ich auf keinen Fall, da alle drei mit Kaiserschnitt das Licht der Welt erblickt haben und es bei jeder Geburt Komplikationen gab.
 

Das Schicksal wollte es aber anders, so wurde ich trotz Spirale ein viertes mal schwanger. Erst war ich sehr traurig darueber, das das ganze Theater mit dem Babygeschrei und dem Wickeln und allem was dazugehoert von vorne anfaengt. Gerade zu einer Zeit, wo mein Juengster 7 Jahre alt und fast selbstaendig geworden ist; Ich somit meine "neugewonnene Freiheit" voll auskosten konnte. Langsam habe ich mich an den Gedanken gewoehnt und mich sehr ueber das Ungeborene gefreut. Ich wurde von allen verwoehnt, mir ging es prima.
 

Vor einem Monat, in der 29.Schwangerschaftswoche, hat meine Gyn. via Ultraschall festgestellt, das das Baby etwas klein ist, ausserdem hatte ich starke Wehen . Von da an musste ich strikte Bettruhe einhalten und viel gesundes Zeug essen.
 

Nach einer Woche Bettruhe haben die Kindsbewegungen etwas nachgelassen. Wenn es gut waechst, hat es im Bauch eben weniger Platz zum Zappeln, dachte ich mir. 
Nach weiteren drei Wochen hat es sich fast gar nicht mehr bewegt, was mir doch Sorgen bereitet hat. So ging ich zur Sicherheit  zur Gyn. . Es war Freitag der 29.Februar.08 .

Mittlerweile war mein Kleines in der 33. SSW.


Gleich am Anfang der Ultraschalluntersuchung konnte ich ueber CTG heraushoeren, das es keine kindlichen Herztoene gab. Meine Aertztin wollte mir auf meine aengstliche Frage aber nicht antworten. Sie ging stattdessen aus dem Raum und rief ihren Mann, der auch in der Praxis als Gyn. taetig war. Dann hat er sich ans Ultraschallgeraet gesetzt, hat Messungen vorgenommen und alles sonst, waehrend ich darauf hoffte, das ich mich nur verhoert haette, oder das das Ultraschllgeraet  einfach nur defekt war.
Als der Gyn. ohne weitere Worte den Raum verliess, nahm mich meine Artztin bei der Hand und sagte mir, das mein Baby  in den letzten Wochen gut an Gewischt zugenommen hat, das allerdings sein Koepfchen von der Groesse her etwas unter der Norm war, und das es vor fuenf Tagen in meinem Bauch gestorben sei !


Erst stand ich unter Schock und wollte ganz sachlich von ihr alle moeglichen Details erfahren, das ich am naechsten Tag in die Klinik muesste, ob eine Normalgeburt eingeleitet werden kann, was ich dafuer an Unterlagen und Blutuntersuchungen braeuchte, eben alles moegliche. Erst als ich aus der Praxis rausgelaufen bin, bin ich zusammengebrochen und bin wirr durch Inzeggane gelaufen. Irgendwann hielt ich ein Taxi an und liess mich nachause fahren.

Ich musste mich zusammennehmen, um mir meinen Kummer von den Kindern nicht anmerken zu lassen. Sie hatten noch nicht zu Mittag gegessen und mussten am Nachmittag noch zur Schule. Also habe ich Spiegelei gemacht wehrend sie sich fertigmachten. Meinen Mann hatte ich natuerlich von der Praxis aus angerugen. Er kam auch sofort nachhause.

Meine Tochter (Sanji) 14 Jahre alt hat mir angemerkt, das etwas nicht stimmte. Sie hat angefangen zu weinen und wollte nicht in die Schule gehen und mich alleine lassen. Sie sagte dauernd, das sie spuere, das etwas nicht stimmt. Darauf blieb mir nichts anderes uebrig, als ihr zu sagen, das ich am naechsten Tag in die Klinik muesse, das es ihrem Schwesterchen nicht gut ging. Erst, als ich ihr von meinem kleinen Bruder erzaehlt habe, der auch einen Monat zu frueh auf die Welt kam, und das mit dem, wie sie weiss, alles in Ordnung ist, hat sie sich beruhigt und sich doch auf die Schule gefreut.

Ich konnte ihr noch nicht die volle, grausame Wahrheit sagen, habe ich sie auch noch nicht voll akzeptiert.


Am naechsten Morgen habe ich im Blog kurz mitgeteilt, das ich mich auf den Weg in die Klinik machen musste.
 

In der Klinik wurde mir ein Kaiserschnitt unter Vollnarkose gemacht. So sollte es eigentlich sein.

 Allerdings scheint der Anestaesist lieber mit zwei weiteren Kollegen zu reden, als sich auf seine Arbeit zu konzentrieren. Beim Einsetzen der Kanuele hat er lange in meiner Hand rumgestochert, irgendwann glaubte er sie liege richtig. Dann hat er mir die Narkose gesetzt. Er sagte, das ich nun gleich einschlafen werde, was nicht geschah ! 

Ich konnte mich nicht mehr bewegen, habe aber trozdem seine warme Hand gespuert, auch wie meine Gyn. meinen Bauch und die Beine mit eiskaltem Betaisodona desinfizierte. Gehoert wie die drei Maenner ueber Gott und die Welt gesprochen haben und wie meine Gyn sachlich ihrer Assistenzaertzin erklaerte, was sie machen wird.

Erst dann wurde mir die Maske uebers Gesicht gestuelpt und weg war ich. Mein letzter Gedanke war, das der Anestaesist irgendeinen Fehler gemacht hat. Schliesslich habe ich schon 8 Operationen in Vollnarkose hinter mich gebracht.

Wie sollte es anders kommen bin ich mitten drin aufgewacht. Nur konnte ich ausser meiner Zunge und meinen Augen nichts bewegen. Wie vorher schon spuerte ich alles. Bloed nur, das ich in meinem Hals einen Schlauch hatte und ich die Zunge nicht durch den Klebebad strecken konnte, um darauf aufmerksam zu machen, das ich alles mitbekam. Meine Augenlieder haben die mit Klebeband zugeklebt. Wehrend ich spuerte, wie mein aufgeschnittener Bauch aufgehalten wurde und eine Hand darin eintauchte.

Schmerz !!!

Ich dachte, das die Op erst angefangen hat und ich wohl die ganze Dreiviertestunde alle Schmerzen spueren muesse. Bis meine Aertzin sagte, das die Plazenta schleimig sei, das meine Gebaermutter unfaehig waere noch ein Kind gesund auf die Welt zu bringen. Sie sagte ausserdem, das sie mich, auch wenn ich nicht einverstanden waere  sterilisieren wuerde. Darauf sagte der Artzt , der nur zur Kontrolle dabei war, das sie lieber erst auf mein Einverstaendnis warten solle, das ich selber unterschreiben soll. Daruf sagte sie, das es zu gefaehrlich sei, mich wieder zu operieren und mich dieser Risiken von neuem auszusetzten.

Wehrenddessen spuerte ich immer noch alles , jedes kalte Teil, das mir auf den Bauch gelegt wurde,  wie sie mich immer wieder abtupften. Es war schlimm !

Dann bekam ich keine Luft mehr, es war alles zu viel fuer mich. Ich spuerte noch, wie meine Lungen schmerzhaft zuckten und dachte, das es besser waere, wenn ich auch sterben wuerde. (Ich hatte schon immer einen Hang zur Dramatik.) Auch wenn ihr es nicht glaubt , gerade sitze ich heulend, lachen und tippend hier. 

Naja, jedenfalls haben die lieben Maennlein weiter darueber gerdet, wo der eine sein Auto geparkt hat, usw. Die Artzin hat das Zucken bemerkt und noch gefragt, ob ich zu Bewusstsein komme. Darauf machte der Bloedmann von Anaestesist, das Klebeband von einem meiner Augenlieder weg, haelt mein Auge auf und sagt, obwohl ich meine Pupillen verdrehe, das ich tief und fest schliefe, und klebt das Teil wieder zu.

Dann spuere ich, wie sie anfaengt mich zu naehen. Sie sagte noch, das die Op den Umstaenden etsprechend gut verlaufen sei.

Ich war erleichtert, das die Schmerzen nun endlich aufhoeren. 

Dann hoerte ich es laut piepen, spuerte, wie ich wild abgetupft wurde, wie mir Jemand dauernd auf die Narbe schlug, dann bin ich weggenickt. Eine Maennlische Stimme sagte noch Irgendwo im Hintergrund:  “Eingriff erfolgreich, Patient verstorben.“ Mein letzer Gedanke dazu war nur, dir werde ich es schon zeigen.
 

Aufgewacht bin ich, als man mich aufs Bett  hiefen wollte. Kaum, das mir der Schlauch in meinem Hals rausgenommen wurde, habe ich angefangen hysterich zu schreien und zu weinen. Ich sagte, das ich alles gehoert habe, das meine Plazenta schleimig sei, das sie mich sterilisiert hat, wo das Auto von dem Deppen geparkt sei, wer am Vorabend im Fussball gewonnen hat und alles sonst, was ich mitbekommen habe. Ich schrie immer wieder, das sie mir weh gatan haben, nicht nur Koerperlich, sondern besonders psychisch, weil sie so ignorant waren und sich lieber ueber belangloses unterhalten haben, anstatt darauf zu achten, wie es mir ging, was ihre Pflich waere.

Waere es nicht genug, das mein Baby tot sei ?
 

Die Aertzin hat mich ganz fest gehalten und versucht mich zu troesten, die maennlischen, ignoranten Deppen waren nur noch still. Dann wusste ich nichts mehr, bis ich in meinem Einzelzimmer aufgewacht bin.
 

Bis zum Nachmittag habe ich nur noch geheult. Mein Mann war die ganze Zeit bei mir. Dann musste er gehen um sich um den Papierkram bezueglich der Beerdigung und der Herausgabe unserer toten Tochter vom Krankenhaus zu kuemmern.

 Mein Vater ist vor eingen Wochen angereist. Er hat meinen Mann abgeloest.

Um 15:30 Uhr hat man mir mein totes Baby gebracht. Ich hatte zuerst angst davor sie zu sehen, weil es hiess, das sie schon fuenf Tage im Bauch tot sei  , wie wuerde sie aussehen, ausserdem wog sie doch erst fast 1400g.

Aber dann wurde sie in ihrem Bettchen ins Zimmer geschoben. Sie ist so huebsch, sieht aus, als wuerde sie friedlich schlafen. Sie hat einen vollen, knallroten Mund und die dicke Nase ihres Papas. Ihre Augenbrauen sind etwas nach unten geschwungen, genau wie Sanji, ihrer grossen Schwester. Sie schlief so friedlich vor sich hin, waehrend ich sie ueberall angefasst habe. Ich konnte mich in Ruhe von ihr verabschieden.

Spaeter kam mein Mann und hat  sie abgeholt, um sie zu beerdigen. Spaeter erzaehlte er mir, wie er sie in ihr Grab gelegt hat, sich seinerseits von ihr verabschiedet hat.
 

Nun ja, so ist das Schicksal eben. Sie wird es auf jeden Fall besser haben, als hier auf Erden. Ich habe mich damit abgufunden, auch wenn ich ab und zu noch traurig sein werde.

Ich danke Gott fuer alles was er mir gegeben hat.

P.S.: Es hat sich herausgestellt, das sie Drei Tage zuvor verstorben ist. Was der Grund dafuer ist, wissen wir erst in einigen Tagen, wenn die egebnisse aus dem Labor kommen.

 

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